Zeit.Geist.

Zeit.Geist. Leinwand/Öl 50×70 „Der Zeitgeist unserer Zeit ist das Paradoxon unseres Geistes, unseres Denkens.“ (Netzfund zur Frage: „Was ist der Zeitgeist unserer Zeit“ ) Heißt das, unser Denken akzeptiert Dinge, die unser Geist ablehnt und verhält sich opportun zur Wahrheit? Neuerdings steht ein seltsamer Mensch vor der Tür und verhält sich dort seit Tagen für„Zeit.Geist.“ weiterlesen

Grimms Märchenwald

Der märchenhafte Reinhardswald war Inspirationsquell der Brüder Grimm. Vom Turm der Trendelburg ließ Rapunzel ihr goldenes Haar herunter, die Sababurg war das Schloss von Dornröschen. Heute findet Hans sein Glück nicht mehr wie früher im Reinhardswald, sondern stößt auf Windräder.

Viel-leicht, vielleicht

Unter Umständen, möglicherweise, vielleicht ist dieses „viel-leicht“ verzichtbar. Schätzungsweise soll es im 15. Jahrhundert aus „vil mer“ entstanden und später in der Schriftform zusammengerückt worden sein. Die Bedeutung erschließt sich nur im gewollt Ungefähren, also kann ich vielmehr darauf verzichten, wenn ich viel und leicht verstanden werden möchte.

Palazzo

Meister, wir sind die Pilger, wir gehen immer noch einen Schritt weiter. Denn hinter jenem blauen, schneebedeckten Gipfel, jenseits des tosenden, glitzernden Meeres, weiß auf einem Thron oder bewacht in einer Höhle, lebt vielleicht der Seher, der weiß, wozu der Mensch geboren ist … James Elroy Flecker „Palazzo“; 40×50; Leinwand/Öl

Maya – sichtbar und in allem

Die Göttin der Illusion führt mich auf seltsame Wege. Bin ich von einer Erscheinung berührt, ist es ihr geheimnisvolles Zusammenspiel verschiedener Komponenten wie Farben, Licht, äußere Form. Ein jedes lässt sich auf seine Grundbausteine untersuchen, dann aber verschwindet der sinnliche Zauber. Und im wesentlichen verschwindet auch der Schöpfergeist hinter der Erscheinung, verunsichert uns durch seine„Maya – sichtbar und in allem“ weiterlesen

Zwei Engel im Park

Engel A: Der Park ganz in der Nähe döst mittags im August. Schwere Dolden hängen über dem Boden; die Schafskopfhortensie trägt melancholisches Weiß. Trauerweidenzweige streichen über himmelfarbnen Wasserspiegel, Schilf und gelbe sibirische Lilien umrahmen den Teich. Wildes Geranium und zitronenfarben grelle Blüten der Rauke, hellblauer Phlox, gebeugtes Gras und ein Blick hinauf in die alte„Zwei Engel im Park“ weiterlesen

Vergessen…

… entfärbte Ufer der Zeit „Vergessen“; 40×50; Leinwand/Öl Entfärbte Ufer der Zeit, Artefakte tief im Boden eingesunkener Erinnerungen. Wer waren die Ahnen als sie noch auf der Erde schafften? Was schafften sie? Wie war ihre Freude beschaffen? Was lebte in ihrer Erinnerung? Was in uns erinnert sich im fließenden Wechsel unserer eigenen Gezeiten? Und woran?„Vergessen…“ weiterlesen

Die große Wolke

Ein Wolkenhauch nach Marrakesch Die große Wolke, 90×80; Leinwand/Eitempera Die Safari, die Carla Schäfer, noch im Träumen von Wüstenlandschaften und kleinen, teetrinkenden Mädchen beschäftigte, sollte nie Wirklichkeit werden. Sie saß fest im Kokon unrühmlicher, allerdings auch heilsamer, Erinnerungen an die 80er Jahre fest. Damals – ein Wort, das sich inzwischen erübrigt, denkt sie, denn allein„Die große Wolke“ weiterlesen

Kraftwerk der Freude

Die Nachrichtenlage ist verworren, verrückt, verboten, verlogen, verbogen. Die Wahrheit eine Schneeflocke im Sommer. Tritt ein, tritt ein in das Haus der aufrichtigen Gefühle. Hab keine Angst vor Missmut. Ärger und Furcht haben keine Macht über dich. Erinnere dich: du betreibst ein Kraftwerk der Freude. Wenige Minuten am Tag musst du es füttern. Dazu reicht„Kraftwerk der Freude“ weiterlesen

„Die Welt, die monden ist“

… wie ein Scheinentsteht, ein weißer Schatten in dem Glanzder Dunkelheit. Nun aber laß uns ganzhinübertreten in die Welt hineindie monden ist – Aus Rainer Maria Rilke, Die Gedichte 1906 bis 1910 (Paris, vor dem 7. Februar 1909) La Lune, 40×40; Leinwand/Öl&Kreide Nachtrag: Die wandelbare Mondwelt; blasser Schein irdischer Irrtümer, Mond, das Tor zum Frieden.