Gestellte Schriften

So wie mein kleiner Hund über eine Galerie der ungemalten Bilder herrscht, genauso lebe ich in einer Welt eines ungeschriebenen Buchs. Viele träumen davon zu schreiben, aber sie fangen gar nicht erst an. Andere kämpfen mit der Schere im Kopf und investieren Jahre ihrer Lebenszeit mit dem Ausspinnen von Ideen. Andere werden vom Leben geschluckt, hadern mit Talentlosigkeit und werden zu mehr oder weniger unterhaltsamen Phantomen im Nachtleben. Ich habe diese Phasen sämtlich und kompromisslos erlebt. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass wir bestimmt sind, unser Leben, meinetwegen unser Schicksal und unsere Erfahrungen ständig wiederzukäuen, geistige heilige Kühe zu sein. Ab einem bestimmten Lebensabschnitt schüttelt sich das zusammen und gibt immer wieder einzelne Szenen, Bilder, Gerüche, Farben, Gesprächsfetzen frei. Die Kaleidoskopsteinchen sagen mehr als ein offizieller Lebenslauf. Darauf richte ich mich ein.

Nichts will aufbrechen. Magnolienatem klebt am Beton. Die Bevölkerungsdichte der Krähen nimmt zu.

In diesem Frühjahr mussten wir begreifen, was Pragmatismus ist. Die Lektion war eine der schwereren. Wir hatten irrationale Voraussetzungen. Die Frühlingskinder kamen mit mürrischem Gesicht zur Welt. Die kleinen Fische ohne Lächeln. Die kleinen Stiere mit zu wenig Gewicht. Die kleinen Zwillinge waren überraschend ruhig. Wenn wir Blumen kaufen wollten, standen wir draußen vor dem Geschäft und versuchten uns vorzustellen, ob es Rosen, Lilien, Tulpen oder Flieder drinnen gab. Wir reckten die Hälse, lehnten uns weit über den wackligen Behelfstresen vorm Laden und gaben der Verkäuferin Handzeichen. Naja, noch gab es Blumen. Der Garten gab noch nichts zum Plündern her, er hatte diesmal einige Wochen länger in der Kälte ausgeharrt. Sind Blumen wichtig? Um uns herum tanzten die Clowns mit bunten Tüchern, die das halbe Gesicht verdeckten. Darunter trugen sie starre weiße Masken und so tanzten sie tonlos in einer Choreografie versteckter silbriger Fäden; wie gesponnen, kaum sichtbar wurden die Gestalten von einer geheimnisvollen Kraft hin und her gezogen. Zwischen einzelnen Passanten standen lebende Ponys mit sanftem Blick. Krähen hüpften über den Asphalt und stritten um Essensreste. Krähen, die durch die Stadt spazieren. Der Naturschutzbund verbreitet die Nachricht, dass es derzeit zweieinhalb tausend Nester in Bäumen und auf begrünten Flachdächern gibt. „Die Vögel bauen bevorzugt dort, wo die Nahrung nah ist, also an beliebten Plätzen mit Durchlauf von Touristen, Studenten oder Geschäftsleuten, die häufig einen Happen zwischendurch verzehren.“ Seltsam, denn die Krähen waren die einzigen, die noch draußen essen durften.

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Dies ist ein Beispielbeitrag, ursprünglich veröffentlicht im Rahmen der Blogging University. Nimm an einem unserer zehn Programme teil und starte noch heute mit deinem Blog.

Du wirst heute einen Beitrag veröffentlichen. Mach dir keine Gedanken darüber, wie dein Blog aussieht. Es ist egal, ob du ihm bereits einen Namen gegeben hast oder nicht. Fühl dich nicht überfordert. Klicke einfach nur auf den Button „Neuer Beitrag“ und erzähle uns, warum du hier bist.

Warum tun wir das?

  • Weil neue Leser so mehr Informationen erhalten. Wer bist du? Worum geht es bei dir? Warum sollten sie dein Blog lesen?
  • Weil dies dir helfen wird, dich auf deine eigenen Ideen zu konzentrieren und darauf, was du mit deinem Blog erreichen möchtest.

Der Beitrag kann lang oder kurz sein, eine persönliche Einführung zu deinem Leben oder eine Botschaft enthalten, ein Manifest für die Zukunft werden oder einfach kurz darstellen, welche Dinge du zukünftig veröffentlichen möchtest.

Damit du beginnen kannst, haben wir hier einige Fragen an dich.

  • Warum führst du ein öffentliches Blog und kein persönliches Tagebuch?
  • Über welche Themen möchtest du schreiben?
  • Mit wem möchtest du über dein Blog in Kontakt kommen?
  • Wenn dein Blog im kommenden Jahr erfolgreich ist: Was möchtest du erreichen?

Dies sind keine starren Fragen. Das Schöne an einem Blog ist, dass er sich ständig entwickelt, je nachdem, was wir lernen oder wem wir begegnen. Es ist jedoch gut zu wissen, wo und warum du dieses Blog begonnen hast. Und darüber hinaus kannst du durch die Formulierung deiner Ziele weitere Inspirationen erhalten.

Du weißt nicht, wie du beginnen sollst? Schreibe einfach auf, was dir gerade in den Kopf kommt. Anne Lamott, Autorin eines tollen Buchs zum Thema Schreiben, sagt, dass du dir selbst die Erlaubnis geben musst, einen „ersten schlechten Entwurf“ zu verfassen. Anne spricht einen wichtigen Punkt an: Beginne einfach mit dem Schreiben und bearbeite deinen Entwurf erst später.

Wenn du bereit bist, deinen Beitrag zu veröffentlichen, füge ihm drei bis fünf Schlagwörter hinzu, die das Thema deines Blogs erfassen: Schreiben, Fotografie, Fiction, Erziehung, Essen, Autos, Filme, Sport usw. Mithilfe dieser Schlagwörter können Leser, die sich für deine Themen interessieren, deinen Beitrag schneller im Reader finden. Vergewissere dich, dass eines der Schlagwörter „zerotohero“ ist, sodass dich auch neue Blogger finden können.

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