Irgendwo draußen im All

Leinwand/Öl, 50×60, „Irgendwo draußen im All“

Wir sehen auf der einen Seite das Licht, das Helle, auf der anderen die Finsternis, das Dunkle; wir bringen die Trübe zwischen beide, und aus diesen Gegensätzen, mit Hilfe gedachter Vermittlung, entwickeln sich, gleichfalls in einem Gegensatz die Farben, deuten aber alsbald, durch einen Wechselbezug, unmittelbar auf ein Gemeinsames wieder zurück.“ (Johann Wolfgang von Goethe „Zur Farbenlehre“)

Übergang

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Das, was in uns passiert, während wir versuchen einzuschlafen. Lichtpunkte zeigen sich, verschwimmende farbige Gebilde, die sich aufeinander zu bewegen und dann zerfließen. Manchmal formen sich Gesichter oder Gestalten. Es ist eine flüchtige, fluoreszierende Welt, die aufscheint. Was hinter unserem physischen Alltag liegt ist eine gewaltige Ebene mit Botschaften, die erhebend sein können, aber manchmal auch rätselhafte Traurigkeit mitbringen. Atemzüge zarter Farben, schimmernde Begleiter in die Welt, die wir in jedem Moment betreten werden.

Die goldene Schlange

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Die goldene Schlange, Leinwand/Öl 50×70

Es wird ein unendlicher Spaß sein, wenn der Turm zu Babel fällt. Er hat sich über die vielen Jahrhunderte als Idee erhalten und entstand schließlich neu, wenn auch virtuell, an vielen Orten der Erde. Er dient ausschließlich den verwickelten und hochkomplexen Tätigkeiten spezialisierter Buchhalter, den eigentlichen Alchemisten der neuzeitlichen Kunst Gold zu machen. Der hebräische Name Babel wird in der Übersetzung gedeutet als „überfließen, vermischen, verwirren“ (Quelle: Wikipedia) Eine im Raum stehende Rückkehr zu goldgedeckten Währungen wird die Hochburgen virtuellen Raubes einstürzen lassen. Die goldene Schlange erhebt ihr Haupt.

Muster der Anarchie

Aufstand, 3x20x20

„Harmonie kann sich entwickeln aus einer sich ständig wandelnden Anpassung und Neuanpassung des Gleichgewichts zwischen der Vielzahl der Kräfte und Einflüsse – wie auch im organischen Leben immer wieder zu sehen ist. Diese Anpassungen würden um so einfacher zu erreichen sein, weil keine der Kräfte einen besonderen Schutz (durch eine übergeordnete Autorität) genießen würde.“

(Text leicht abgewandelt aus: Encyclopaedia Britannica von 1910.
Aus dem Englischen übersetzt von Christian Siefkes; Quelle: Pjetr Kropotkin: Anarchismus) Heruntergeladen von der Webseite www.anarchismus.at

Die Lüge

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Die Lüge, 20×60 Leinwand/Öl

„In der heutigen Zeit, in der Informationen frei zugänglich sind, kann jeder Amateur jede Behauptung mit genügend gesüßten Kuchendiagrammen und Kirschstatistiken füllen, um jede Ideologie appetitlich erscheinen zu lassen. Die Wahrheit war schon immer schwer zu finden, aber heutzutage wird sie durch die relativ gleichmäßige Fähigkeit eines jeden, der über ein WiFi verfügt, öffentlich zu kommunizieren, verschleiert.“ (Steven Morgan)

Die kleine, persönliche Lüge hat ein zerbrechliches Einzelleben. Die versuchte lückenlose Beweisführung kann sich so künstlich aufblähen, die Fakten so ins Unwahrscheinliche treiben, dass es ein geniales Gedächtnis braucht, um alles beieinander und den Kurs zu halten. Und selbst dann wird der Lügner wegen des enormen Aufwands, den er betreiben muss, entlarvt.

Der letzte Schamane

Der letzte Schamane; 40×40; Leinwand/Öl

Titel und Text aus dem Roman „Der letzte Schamane“ von Juri Rytcheu

„Wenn Mletkin den endlosen Raum bis zum Horizont betrachtete, fühlte er zuweilen nicht nur ein Entrücktsein, sondern oft auch eine unerträgliche, schmerzende Überfülle an Gedanken und Gefühlen. Manchmal war die innere Aufregung so stark, dass er am liebsten einen Schritt nach vorn, in den Abgrund, getan hätte. Er wäre über diesen grenzenlosen Weiten geschwebt, wäre über die Wasseroberfläche gegangen, als Vogel geflogen und hätte mit den Flügeln den Wellenschaum berührt! Und noch besser – er hätte sich überhaupt in Luft aufgelöst, dann wäre er nicht nur schwerelos gewesen und unsichtbar, sondern allgegenwärtig und alles durchdringend.“

Der große Ahorn streut uns aus

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Bild 40×40/Leinwand/Öl

Wir haben der Liebe einen Zeitzünder mitgegeben/Jetzt ist der Moment des Schweigens gekommen/Ein großes Aber nistet in den Verästelungen der Geschichte/Macht tritt gegen Ohnmacht an/Windfest gerüstet – zum Verwechseln sind die Beiden/Wir wollen verharren, doch wir müssen fort.